
Eine Performance-Installation von SIGNA
BESETZUNG
In der ehemaligen Kölner Travestiebar „Hotel Timp“ trifft sich seit geraumer Zeit ein Geheimclub, der von dem Besitzer Hades und seiner Frau Persephone geführt wird. Eingeweihte Clubmitglieder sorgen für dumpfe Unterhaltung, während das Gastgeberpaar das Geschehen überwacht. Alle fürchten den Zorn des Besitzers, doch keiner weiß, welche Ziele er in seinem Club verfolgt. Manche glauben, er wolle die Weltherrschaft übernehmen, andere sind der Meinung, die Macht solle auf alle neu verteilt werden. Jeden Abend ist nur eine begrenzte Anzahl Gäste zugelassen. Unter ihnen werden rätselhafte Spiele gespielt, und der Gewinnergruppe winkt ein seltsamer Preis: Sie darf eine der in den Zimmern festgehaltenen sieben Frauen mit in die Welt zurücknehmen. Doch muss diese vor Morgengrauen wieder in den Club zurückgekehrt sein.
Nach dem bahnbrechenden Erfolg von »Die Erscheinungen der Martha Rubin« in der großen Museumshalle Kalk, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2008, wird SIGNA eine zweite Performance-Installation am Schauspiel Köln zur Uraufführung bringen.
Ehemaliges „Hotel Timp“, Heumarkt 25
Ab 18 Jahren!
Begrenztes Kartenkontingent! Einlass eine halbe Stunde vor Beginn!
KOMMENTAR VERFASSEN
Kölnerin schrieb am 4. 5. 2009 um 13.49 Uhr
Ach wie schade, dass es schon wieder vorbei ist! Wenigstens habe ich noch meine Albträume... Thank you, Signa, Thank you, Arthur for some hours in hell.
Lamias Baby schrieb am 4. 5. 2009 um 10.43 Uhr
Hätte ich keinen anderen Verpflichtungen würde ich jetzt vor dem Hades liegen und an der Tür kratzen... Danke!
Simone schrieb am 3. 5. 2009 um 15.58 Uhr
Nach allen gelesenen Kritiken und Kommentaren war ich doch sehr verunsichert,was mich in der Unterwelt erwarten würde...
Es war ein derart ungewöhlicher, oft erschreckender und mysteriöser Abend mit Hades und seinem Gefolge in dieser perfekt in Szene gesetzten,dreckigen und billig riechenden Umgebung. 5 Stunden, die wider Erwarten wie im Flug vergingen und das Publikum schon über die Angründe der menschlichen Seele und des menschlichen Handelns nachdenken lässt!
Großes Lob an das Team rund um Signa. Ich bin gespannt, was uns als nächstes erwarten wird...
Günter schrieb am 30. 4. 2009 um 16.07 Uhr
"If there is here revealed a capacity to shock, to startle the lifeless ones from their profound slumber, let us congratulate ourselves; for the tragedy of our world is precisely that nothing any longer is capable of rousing it from lethargy. No more violent dreams, no refreshment, no awakening. In the anaesthesia produced by self-knowledge, life is passing, art is passing, slipping from us: we are drifting with time and our fight is with shadows. We need a blood transfusion"
Henry Miller, Tropic of Cancer
Sascha M. Sommer schrieb am 28. 4. 2009 um 21.40 Uhr
Lehrstück in Multivalenz; notwendige Suspension des Ethischen; Mythos & Transgression in gottlosen entgrenzten Zeiten; Übungen in Demut; Erleben der psychogenen Fuge. Sollte Theater noch möglich sein? Allen Beteiligten Dank & Anerkennung.
And hey, Dionysos: thanks for a moment of eternal bliss.
Kölnerin schrieb am 13. 4. 2009 um 10.27 Uhr
Oh Mann, jetzt ist es schon 5 Tage her, seitdem ich die "Unterwelt" verlassen habe und ich muss noch immer ständig daran denken. Die Eindrücke und das Erlebte verfolgen mich bis in die Träume. Ich kann von nichts anderem erzählen und meine Umgebung hält mich wahrscheinlich für durchgeknallt. Ich war schon öfter von Theaterstücken sehr be-eindruckt und beschäftigte mich noch lange damit, aber dieses Stück wirft mich komplett aus der Bahn, die Emotionen spielen verrückt. Wie schafft SIGNA es nur, einen derart zu packen und nicht mehr loszulassen? Diese Aufführung schafft es, in das Unterbewußte zu gelangen und die eigene Persönlichkeit in Frage zu stellen. Das ist das, was Kunst bewirken soll. Auch wenn ich jetzt völlig daneben bin.
Kölnerin schrieb am 10. 4. 2009 um 16.01 Uhr
Wie letztes Jahr in der Halle Kalk bin ich auch diesmal wieder völlig begeistert, hingerissen, aber auch erschrocken über die Blicke in die menschliche Seele (meine eigene nicht ausgeschlossen). Die Szenerie ist albtraumhaft; schmutzig, abgerissen, elend. Die "Bewohner" der Unterwelt verzweifelt, traurig und bemitleidenswert.
Die "Unterwelt" ist eine Art schmuddeliges, hässliches und trostloses Etablissement. Eben die Hölle. Mich erinnerte es an die fürchterliche Realität der Zwangsprostitution. Sicher lässt man sich als BesucherIn auch schnell in diese Welt mit ihren Verlockungen ziehen und man merkt leider an sich selbst, wie schnell man bereit wäre, das Elend anderer hinzunehmen um des eigenen Vergnügens willen. Dies ist eines der großen Verdienste von SIGNA; sie zeigen immer, wie Menschen Menschen ausbeuten und jeder sieht in die eigenen Untiefen der Seele.
Die Bilder erinnern an Albträume; die dunklen, abgerissenen Korridore, plötzlich tauchen merkwürdige Gestalten auf, der Lärmpegel, die Angst und Verzweiflung der Bewohner.
Immer wieder schafft SIGNA es, dass innerhalb kürzester Zeit gesellschaftliche Konventionen von uns abfallen wie Patina und wir uns fallen lassen in die Exzesse, den Alkohol und die Verführung. (Hier übrigens meine Hochachtung für die DarstellerInnen, deren seelische Entblößung viel aufrüttelnder ist als die physische, die noch nicht einmal mehr ungewöhnlich erscheint).Wenn das Stück endet, tritt man hinaus auf den Heumarkt (auf dem erschrockene Passanten gerade die Polizei rufen) und findet kaum in die Wirklichkeit zurück, zu gewaltig waren die Eindrücke. Und auch die "Gewinner" haben nicht gewonnen, niemand hat gewonnen. Wie im wirklichen Leben.
Auch das Publikum lässt einen Teil seiner Seele da und ich kann nur raten, keine Angst zu haben, "mitzuspielen" und sich darauf einzulassen. Diese Aufführung werden Sie nie wieder vergessen.
Mit SIGNA wird ein neues Kapitel Theatergeschichte geschrieben; das Theater ist in der Zukunft angekommen.
Es wäre großartig, wenn SIGNA und ihr Ensemble nun jedes Jahr in Köln zu sehen wären!(Bitte, bitte, liebe Theaterleitung!!)
Ich bin hingerissen!Danke an alle!
Philippe Zwick Eby schrieb am 10. 4. 2009 um 11.24 Uhr
überwältigt von der schönheit und intensität der gestrigen nacht, vor allem aber zutiefst berührt möchte ich mich bei dem hadesfraktur-ensemble bedanken für eine inszenierung, welche in ihrer radikalität sämtliche grenzen des konventionellen theaters zu sprengen scheint.
Thilo schrieb am 7. 4. 2009 um 17.35 Uhr
Magdalena ist die schönste Tänzerin. Fragt Dionysos oder Natalie, Eurydike oder Charon denn nur uns war es vergönnt sie heute nachmittag tanzen zu sehen. Danke Magdalena ich hoffe du erfährst davon
Achilles schrieb am 6. 4. 2009 um 01.13 Uhr
Die Welt sehnt sich nach diesem geheimen Club! Ein Zauber der noch lange in Träumen bleibt. Werft euren Verstand über Bord und lässt euch ein mit diesem Spiel und entdeckt die Tiefen eurer Seele! Sie ist schwarz wie die Nacht, ihr werdet sehen!
Quinton schrieb am 16. 3. 2009 um 13.28 Uhr
O please release me in your underworld. — The wait is over, I’m so glad. I want to stay forever! Darf ich, liebes Schauspiel Köln? — love, Quinton.
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