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AUSGEHEN 1 - 3

GEORG BÜCHNER - ÖDÖN VON HORVÁTH - BARBI MARKOVIC
Lenz - Jugend ohne Gott - Ausgehen
BESETZUNG


URAUFFÜHRUNG
AUSGEHEN 1-3
1. »LENZ« VON GEORG BÜCHNER
2. »JUGEND OHNE GOTT« VON ÖDÖN VON HORVÁTH
3. »AUSGEHEN« VON BARBI MARKOVIC

3x Ausgehen in Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungsprozesse. Wie lebt es sich in der jungen Generation, wenn Ordnungen und Regelsysteme gewaltsam oder schleichend aufgelöst werden, ohne dass man produktiv daran teilhaben kann? Aus drei markanten Texten, die eine Identitätssuche zwischen (Jugend-)Bewegung und (Jugend-)Depression verfolgen, erarbeitet der Regisseur Robert Borgmann ein theatrales Triptychon.
1. Der junge Dichter Lenz sucht dem Ich- und Weltverlust zu entkommen, indem er ausgeht – durchs Gebirg, aus sich selbst. Er nistet sich beim Pfarrer Oberlin ein. Doch die Angst, sich nur ein Traum zu sein, treibt ihn in „entsetzliche Leere. – – So lebte er hin.“
2. In seinem 1937 erschienenen Roman »Jugend ohne Gott« zeigt Ödön von Horváth eine Schülergeneration, die zu anonymen Mitschwimmern einer diktatorischen Gesellschaftsmaschinerie gemacht wird. Dem Lehrer bleibt „im Zeitalter der Fische“ nichts als das Ausgehen nach Afrika.
3. Die 1980 geborene serbische Autorin Barbi Markovic hat aus Thomas Bernhards Roman »Gehen« und dem Nachkriegs-Nachtleben Belgrads einen sprachgewaltigen zeitgenössischen Remix gemacht. Drei Clubberinnen ziehen halb verzweifelt, halb gelangweilt durch die Nächte der Stadt, um am Ende doch vor dem Fernseher zu landen, „wahrscheinlich endgültig“.




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nelly schrieb am 16. 1. 2010 um 19.10 Uhr

Ups, ich meinte großes Lob an die Schauspieler:)))

nelly schrieb am 16. 1. 2010 um 19.01 Uhr

Ich möchte für den schönen Theaterabend danken und in Bezug auf das Stück Hermann Hesse zitieren, denn ich könnte es nicht besser ausdrücken:
„Dies eben war ja das Hässliche: ich hatte eine tiefe, herzerdrückende Angst vor dem Schnitt durch meine Kehle, ich fürchtete mich vor dem Sterben mit ebenso wilder, zäher, sich wehrender und bäumender Kraft, als wenn ich der gesundeste Mensch und mein Leben ein Paradies gewesen wäre. Ich erkannte meinen Zustand mit voller, rücksichtsloser Deutlichkeit und erkannte [...] die unerträgliche Spannung zwischen Nichtlebenkönnen und Nichtsterbenkönnen.“ Jeder sucht „das kleine Fensterchen, das winzige lichte Loch“, was „die Erlösung, der Weg ins Freie“ ist.
„Ich hatte über die Zusammenhänge und Ursachen meines Leidens [...] die klügsten und einsichtvollsten Sachen sagen können, die Mechanik war mir durchsichtig. Aber nicht Wissen und Verstehen war es, was not tat, wonach ich mich so verzweifelt sehnte, sondern Erleben, Entscheidung, Stoß und Sprung.“
Etwas Freude und Hoffnung könnte man bekommen, wenn man sich die anderen Menschen als „eine Art Spiegel“ vorstellt, in dem man sich erkennen kann und vielleicht wenig Schönes, jedoch etwas Vertrautes und Verwandtes finden kann.

Auch meinerseits großer Lob an Simon Eckert, Laura Sundermann und Nora von Waldstätten - tolle Schauspieler!!!

Milen Damyanov schrieb am 15. 1. 2010 um 13.31 Uhr


Gutes Stück, vor allem der Teil von Barbi Markovic! Bewundernswert die Leistung von Frau Sundermann ( so lebendig, so faszinierend überzeugend, ihre Mimik und Gestik, Körperlichkeit- alles einmalig!KOMPLIMENT!!!!) Sie war für mich der Star des Abends! Ein echtes Talent, ohne Zweifel!
Lob an Herrn Eckert für die gelungene Performance im ersten Teil und überhaupt. Trotz des langen Textes in ,,Lenz", hat er mit seinem geschickten Umgang mit Sprache und Artikulaiton begeistert.

LD schrieb am 10. 1. 2010 um 16.29 Uhr

Hallo!
Gibt es noch weitere Termine ausser dem 14.01. in Köln?
Herzliche Grüße
SCHAUSPIEL KÖLN: Liebe/r LD, ja, "Ausgehen 1-3" steht am 21., 22. und 23. Februar wieder auf dem Spielplan. Weitersagen ;-). Herzliche Grüße Ihr Team vom Schauspiel Köln

Schweitzer schrieb am 23. 12. 2009 um 16.54 Uhr

Warum steht hier nichts über "Edeleiss"? Geben Sie das Suchwort "Edelweiss" ein, und Sie landen leider hier bei Ausgehen 1 - 3...
Sie hatten doch Edelweiss für Anfang Januar angekündigt - warum ist es dann nicht im Spielplan?
MfG

S.
SCHAUSPIEL KÖLN: Sehr geehrter Herr/Frau Schweitzer,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Dass Sie bei der Eingabe des Stichworts "Edelweiß" bei "Ausgehen 1-3" landen, liegt daran, dass es bei uns eine Spielplanänderung gab. Das ursprünglich geplante Projekt zum Thema "Edelweißpiraten" ließ sich aufgrund des derzeit zugänglichen Materials konzeptionell nicht umsetzen, so dass sich der Regisseur Robert Borgmann dafür entschied, die Uraufführung "Ausgehen 1-3" zu inszenieren.

Herzliche Grüße,

Ihr Schauspiel Köln




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