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10.06.2012

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Ausgezeichnet als Inszenierung des Jahres 2010 und Gewinner des Faust-Preises für die Gesamtaustattung

DIE SCHMUTZIGEN, DIE HÄSSLICHEN UND DIE GEMEINEN

ETTORE SCOLA UND RUGGERO MACCARI
Eine bemerkenswert mitleidslose Komödie
BESETZUNG



In eine Baracke am Rande der Stadt haust die vier Generationen große Familie von Norbert, der seit einem Arbeitsunfall reich ist: Die Versicherung zahlte ihm 66.000 Euro. Seither versuchen alle, aber auch wirklich alle, Mitglieder seiner buckeligen Verwandtschaft ihm das Geld abzujagen. Karin Beier widmet sich, in ihrer sechsten Arbeit seit Beginn ihrer Intendanz in Köln, einer Komödie, obschon der zugrunde liegende Film von Ettore Scola nicht nur die lustigen Seiten des Lebens zeigt; indem das Böse in einer Komödie sitzt, wird es ärger, als es von der Tragödie je dargeboten werden könnte. In den SCHMUTZIGEN herrscht Gewalt und Gefühlsstau als Resultat einer Zivilisation, die ihre eigene Verrohung zulässt. Ein echtes Interesse für diese Menschen scheint dabei unerlässlich, um nicht in Schieflage zu geraten. Trotzdem geht es nicht um moralische Herablassung, es geht um einen Blick, der weder die Zuschauer, noch die Porträtierten und auch nicht die Spieler schont. Und eins ist klar, an diesem Abend sind die Zuschauer zwar in der Überzahl, aber wie Einar Schleef sagt: „Das ist wie im Zirkus. Normalerweise bleiben die Löwen hinter dem Gitter, aber es gibt keine Garantie dafür.“







KOMMENTAR VERFASSEN

E. Hoferichter schrieb am 28. 3. 2011 um 09.18 Uhr

Guten Tag an das gesamte Theaterteam vom oben genannten Stück!
DAnke für die tolle Inszenierung und die großartige Leistung der Schauspieler! Ich war oft sehr berührt über die Darstellung innerhalb und außerhalb des Containers. Die Idee des geschlossenen Containers war toll umgesetzt! Froh bin ich, hier in Köln zeitgenössiges Theater zu sehen!!! Ich freue mich auch weitere Abende im Schauspiel!
Weiter so!!!!!

Frank schrieb am 29. 1. 2011 um 00.30 Uhr

Eines der besten Stücke, das ich jemals erleben durfte!!! Vielen Dank, werde hoffentlich noch einmal reingehen. Kaum zu glauben, dass so ein dialogarmer Abend so unterhaltsam sein kann! Die Stille produzierte eine wunderbar passende, gespenstische Atmosphäre, in der jedes Wort umso mehr Gewicht bekam. Ich habe mich gefragt, ob die Schauspieler hinter Glas tatsächlich Texte sprechen oder nur zum Großteil pantomimen. Hoffentlich behaltet ihr es lange im Repertoire!

Monika Rehm schrieb am 23. 1. 2011 um 23.58 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren. Das Stück hat mich tief bewegt, vor allem dann, wenn ich auch noch an die Umgebung dachte, in der die Halle Kalk steht. Aber ist es erforderlich, daß es keine zugewiesenen Plätze gibt, und der Theaterbesucher wie ein Stück Vieh über eine halbe Stunde in einer sich drängelnden müffligen Menge steht. Gerne würde ich ein Getränk zu mir nehmen und dann zu meinem gebuchten Platz gehen. Das geht aber nicht, weil die Massen um die besten Plätze kämpfen. Das muß ich in meiner Freizeit nicht haben.

Stefan Heiligtag schrieb am 24. 12. 2010 um 15.04 Uhr

4 Nachvorstellungen für so ein hoch gelobtes Stück finde ich sehr wenig. Warum nicht noch einen weiteren Nachschlag?!
SCHAUSPIEL KÖLN: Lieber Herr Heiligtag,



das Stück wir auch im Frühjahr wieder gespielt werden. Im Februar haben wir nicht mehr Aufführungen untergebracht.



Mit herzlichen Grüßen

Schauspiel Köln

Theatergänger schrieb am 7. 12. 2010 um 17.01 Uhr

Es ist ja sehr löblich das ausgezeichnete Stück erneut in den Spielplan aufzunehmen. Aber warum kommt es nur zu 4 weiteren Aufführungen? Es war doch zu erwarten, dass die Karten schnell vergriffen sind und enttäuschte Theatergänger zurückbleiben...
SCHAUSPIEL KÖLN: Lieber Theatergänger,



ab Frühjahr spielen wir " Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen" wieder. Sobald die Spieltermine feststehen, werden wir diese veröffentlichen. Herzlichen Dank für Ihr Interesse!

Amanda Horton schrieb am 4. 5. 2010 um 07.10 Uhr

Ein entsetzlicher Theaterabend! Warum soll ich mir diesen Pseudo-Realismus, wo ein billiges Klischee an das andere gereiht wird, eigentlich 2 Stunden lang anschauen? Wohl situierte Stadttheaterschauspieler machen auf Unterschicht- das ist grauenerregend. Theater ist doch immer noch ein Kunstraum, und nicht der Ort, wo man 1:1 billigen, miefigen, Realismus zur Schau stellt. Und weil alles so schön dreckig ist, läuft im Shopping-Kanal eine Dauerschleife eines Reinigunsmittels: das ist alles so unfassbar platt. Präkariatstheater braucht kein Mensch!

Friedhelm Thelen schrieb am 3. 5. 2010 um 14.40 Uhr

Liebe Frau Beier, ich möchte Ihnen und Ihrem Ensemble ganz herzlich zu der absolut stimmigen Inszenierung gratulieren. Ich bin einen Tag nach dem Gesehenen immer noch tief bewegt über die Darstellung der Charaktere und möchte die Aufführung gerne noch ein zweites und drittes Mal sehen. Bitte enttäuschen Sie mich nicht und setzen weitere Aufführungen spätestens nächste Saison wieder auf den Spielplan.

Friedhelm Thelen schrieb am 2. 5. 2010 um 23.03 Uhr

Grandios! Unglaublich vielschichtig gespielte und packende Inszenierung, preisverdächtig!
Aber: Teile des Publikums sind mir heute unglaublich auf die Nerven gefallen. Leute: auch wenn ihr etwas anders erwartet habt - das war nicht der Container von Big-Brother den ihr gesehen habt, sondern wahrhaftiges Theater. Wer selbst im Alter von 40 Jahren nicht das geringste Gespür für Dramatik hat, ständig lauthals an den falschen Stellen lacht und meint, den im Hintergrund auf der Bühne laufenden Shopping-Sender permanent kommentieren zu müssen, der möge doch bitte zu Hause bleiben und bei RTL zappen oder seinen Kegelausflug gleich in die nächste Kneipe verlegen - aber bitte nervt nicht den Rest des Publikums. Diesmal hatten die Schauspieler wenigstens Glück - sie saßen hinter der Scheibe.
Um es auf den Punkt zu bringen: man muß zwar nicht zum Lachen in den Keller gehen, aber im Zweifel einfach mal die Klappe halten!

Dorothee Brandenstein schrieb am 2. 5. 2010 um 15.02 Uhr

Faszinierende Inszenierung. Der Zuschauer kommt sich wie ein Voyeur vor. Für die Schauspieler muss es eine neue Erfahrung gewesen sein, sich größtenteils ohne Worte verständlich machen zu müssen. Nur schade, dass man seine Augen nicht überall gleichzeitig haben kann. Ich würde sicher bei jedem neuen Besuch Neues entdecken. Danke für diesen Kunstgenuss!

Günther Damm schrieb am 30. 4. 2010 um 09.52 Uhr

pornografie kann so geil sein :-) bravo.

Ron Uhlig schrieb am 29. 4. 2010 um 08.41 Uhr

Großartig.

vonbriest schrieb am 7. 2. 2010 um 10.27 Uhr

Ein wirklich gelungener Theaterabend. Allein schon durch die Atmosphäre der Halle Kalk ist man geneigt, etwas Gutes zu erwarten. Und das Stück enttäuscht nicht. Eine tolles Ensemble und eine mutige Inszenierung wird einem hier geboten. Auch wenn man es ein wenig hätte kürzen können. Gerne mehr davon!

Dr. Gerd Leidig schrieb am 30. 1. 2010 um 11.28 Uhr

Gestern Abend erlebten wir ein Theatererlebnis der besonderen Art. Die großartigen Darsteller entfalteten unter der einfühlsamen Regie von Karin Beier eine Atmosphäre der Kälte, abgrundtiefen Traurigkeit, die alternativlos in den Abgrund führt. Ein Abgrund, in den wir hinein blicken und ganz vage vielleicht auch uns selbst entdecken, vor dessen Anblick wir am Ende verstohlen in die Nacht laufen und auch am morgen danach wissen: Köln braucht ein solches Theater: kraftvoll, sensibel und begeisternd. Danke liebes Ensemble, danke Karin Beier!

Marion Winter schrieb am 18. 1. 2010 um 23.51 Uhr

Das nackte Grauen!!! Immer noch wütend über diesen arroganten Scheiß. Was ist der Sinn dieses SCHAUspiels? Würde lieber das Leben der dafür Verantwortlichen im Container beobachten. Verstehe die guten Rezensionen NICHT. Heiße Luft.

Sabine Röser schrieb am 15. 1. 2010 um 12.03 Uhr

Hut ab vor dem Ensemble, aber auch vor der Inszenierung.
Zwei Stunden in denen man die Dialoge größtenteils nicht hört sondern "spürt" und die Wucht der Emotionen die transportiert werden. Das ist auch anstrengend für mich als Zuschauerin. Das ist Theater das ich sehen möchte.




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