

FOTOGALERIE
YASMINA REZA
Schauspiel
Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
BESETZUNG
Endlich auch in Köln: Das beste ausländische Theaterstück des Jahres (Theater heute) der Starautorin Yasmina Reza, die zuletzt mit ihrem Porträt des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für Furore sorgte. Ein Bericht über eben jenes bürgerliche Frankreich, aus dem auch die Protagonisten von »Der Gott des Gemetzels« stammen.
Im Stück prügeln sich zwei Jungs. Auf dem Schulhof. Einer hat gepetzt, einer verliert zwei Schneidezähne. Die Eltern der beiden wollen es ganz genau wissen. Sie treffen sich, um die Sache zu besprechen; um die Sache auszuräumen – wie sie meinen. Statt der harmonisierenden, pädagogisch korrekten Aussprache ufert das Treffen aus in Schuldzuweisungen, Eheprobleme und allerlei dem Thema Gewalt innewohnenden Irrationalitäten: Gibt es gute Gewalt und schlechten Frieden? Sind Ivanhoe und Hulk noch vorbildtauglich? Und könnten nicht „irgendwie" beide Seiten im Unrecht sein? Zunehmend wechseln die Bündnispartner, schließlich auch zwischen den Paaren. Und auf die Kunst wird gekotzt.
KOMMENTAR VERFASSEN
Volker Martensten schrieb am 10. 6. 2009 um 14.28 Uhr
Guter Text, starke Schauspieler. Sicherlich nicht innovtionspreisverdächtig, aber für einen schönen Abend allemal gut. Vielen Dank.
Lutz Thilo schrieb am 7. 10. 2008 um 18.13 Uhr
Eine Boulevardkomödie,engagiert gespielt, durchaus unterhaltsam. Wenn es "das beste Theaterstück des Jahres " sein soll, dann muß doch gesagt werden, daß das Muster dieser eher leichten Kost einem irgendwie bekannt vorkommt.
Das Gefühl, einen Theaterabend erlebt zu haben,der zum Denken anregt und nachwirkt, stellt sich leider nicht ein.
Benedikt schrieb am 28. 4. 2008 um 19.34 Uhr
Um es in drei Worten zu sagen: ein geniales Stück. :-)
Hanno schrieb am 27. 3. 2008 um 01.17 Uhr
Um den Freudengesängen mal etwas entgegen zu setzen: Das Stück ist unterm Stich bieder wie eine Sibylle-Berg-Kolumne in der Brigitte. Kein Dialog, der einem nicht bekannt vorkommt, kein noch so lahmer Gag, der nicht breit getreten wird. Die Inszenierung und das Ikea-Bühnenbild stehen dem in nichts nach. Die ganze Aufführung ist so zynisch und witzig wie ein Abend von Bastian Sick in der Kölnarena, wohin man sich aufgrund der Zusammensetzung des Publikums am Ende des Abends auch hinversetzt fühlt. Jede zweitklassige Ibsen-Aufführung ist ergiebiger und provokanter. Abgesehen von den passablen, wenn auch routinierten Schauspielern ein sich ins unendliche ziehender Abend.
schmidt schrieb am 18. 3. 2008 um 08.56 Uhr
das Stück: bitterböse - die Schauspieler: etwas weniger Geschrei wäre mehr gewesen - das Publikum z.teil: zum ko..... blöde - das "Programm": für 1.50 gerade mal die Besetzungsliste (allerdings sehr aufwendig verpackt) und sonst seiten Werbung für die Lesung(die teuerste Besetzungsliste, die wir je in einem Theater angedreht bekommen haben).
Thomas schrieb am 17. 3. 2008 um 09.24 Uhr
Zuerst möchte ich festhalten, das es sich lohnt, dieses Stück zu besuchen. Inszenierung und Schauspieler sind 1a. Die Kritik hinsichtlich der Akustik muß ich allerdings teilen. Als gesunder Mitdreissiger hatte ich in der ersten Reihe des Hochparketts einige Konzentration aufzubringen, damit ich alles verstehe. Damit kann ich nur jedem Besucher empfehlen, sich eine Karte aus dem 1. oder 2.Parkett zu kaufen.
Thomas Tellmann schrieb am 9. 3. 2008 um 17.10 Uhr
Die Kritik an der Akustik kann ich nicht nachvollziehen: bei diesem Abend nicht und bei den anderen, an denen das hier schon bemängelt wurde, auch nicht.
Ich empfehle Ihnen die Anschaffung eines Hörgerätes, Herr Schmitz
Ulrich Schmitz schrieb am 1. 3. 2008 um 12.18 Uhr
Gerne hätte wir neben dem visuellen Eindruck auch einen audiophonen Eindruck gewinnen wollen, unverständlicherweise agierten die Protagonisten OHNE Micro, somit hielt sich der Hörgenuss und damit das Gesamtverständniss des Stückes in Grenzen. Nachfragen ergaben ca. 70% des Publikums hatte ebenfalls wenig bis nichts verstanden. Wie kann das passieren? Nicht wenige Kunden empfanden das als Unverschämtheit! Möge sich das bitte umgehend ändern, andernfalls entscheiden, wie immer, die Füsse.
MfG
Ulrich Schmitz
Friedhelm Thelen schrieb am 1. 12. 2007 um 00.49 Uhr
Das Stück mag zwar das beste ausländische Stück des Jahres sein - was mir an sich schon zu denken gibt - man hätte es jedoch etwas pointierter in Szene setzen können. Mein Fazit: weniger ist manchmal mehr. Ich habe inzwischen festgestellt, daß Frau Beier einen Hang zum Komödiantischen hat, aber hier etwas weniger auf die Pauke zu hauen, hätte dem Text vermutlich besser gedient. Die Dramatik dieses eigentlich ernsten Stückes geht fast ein bißchen im Slapstick unter. Vielleicht liegt es aber auch an dem unbändigen Drang des diesjährigen Kölner Publikums sich amüsieren zu wollen. Da wird auch schon mal auf die Schenkel geklopft, wenn einem eigentlich das Lachen im Halse steckenbleiben könnte. Dabei verfolgt die Inszenierung eine stringente Linie und zeigt - wenn man zwischen den Lachern genau hinsieht - deutlich die Dialektik der Gewalt. Es sind nicht die Hunde, die man fürchten muß, sondern die Halter. Diese Botschaft bringt das hervorragende Ensemble klar an die Zuschauer, trotz einiger Spitzen die eher auf Klamauk als auf Satire zielen.
Der Fairneß halber muß ich sagen, daß ich mich hier auf die "Vorpremiere" beziehe, worüber zu berichten sich eigentlich nicht gehört. Aber wenn die Generalprobe schon geschäftstüchtig zur kostenpflichtigen öffentlichen Veranstaltung gemacht wird, darf man auch ein Wort darüber verlieren :) Da eine Inszenierung aber mindestens bis zur Premiere heranreift, meine Empfehlung: auf jeden Fall hingehen und sich selbst überzeugen!
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